Tangoooo!
Gestern war ich schlaflos in Kassel. Wachgehalten haben mich laute Menschen: Die Mitglieder des Bajofondo Tango Club. Sie brachten das kleine Kulturzelt zum Wackeln mit ihrer Musik, so etwas habt Ihr noch nicht erlebt! Sieben Männer und eine Frau auf der Bühne, die ein Mischmasch aus Tango und House, TripHop und Rap zaubern. Anführer der Bande ist Gustavo Santaolalla, ein kleiner, stämmiger Mann, 54 Jahre alt, mit kurzen grauen Haaren und sauber gestutztem Bart. Der Mann ist eine Legende, er hat Filmmusiken geschrieben für “Babel” und “Collateral” und ist ein Oscarpreisträger. Er hüpft wie ein Flummi mit seiner Gitarre auf und ab und ist wohl der einzige Tango-Shouter der Welt. Daneben ein langhaariger Geiger, ein hyperaktiver Kontrabass-Lover und ein muckibepackter Piraten-Akkordeonist. An den Effektgeräten dann ein Typ mit Hornbrille, der eher BWL-Student sein könnte. Ein Haufen bunter Musiker aus Argentinien und Uruguay also, die sichtbar Spaß an ihrer Musik haben und sich bis zur letzten Sekunde des Konzerts verausgaben. Ok, mir hat die erste Hälfte besser gefallen, da war noch mehr Tango als Krach, aber erstaunlich fand ich vor allem, dass das Publikum im bestuhlten Zelt am Ende komplett auf den Beinen war - und das quer durch alle Altersstufen. Nichts wie hin, wenn Ihr könnt!











Ich mache seit 2005 diesen Podcast hier, und ich liebe es nach wie vor. Eigentlich bin ich Journalistin. Mehr zu mir gibt es 




