Presse

Ja, die Presse hat viel geschrieben über Podcasting. Und nein, ich werde mich jetzt nicht über “Die Medien” beschweren, denn ich stehe ja normalerweise selbst auf der Seite der schreibenden Zunft. Umso interessanter war es, mal selbst interviewt zu werden – rund 100 Mal stand ich bislang Rede und Antwort, um das Podcasting bekannter zu machen. Die Fragen waren meist die gleichen. Ein paar der erschienenen Artikel habe ich mal kurz abfotografiert:

Spiegel-Artikel Im Spiegel 33/2005 war ein zweiseitiger Artikel von Philip Bethge über Podcasting, die erste große Veröffentlichung. Zitat des Artikels: Die Perlen im Audiomüll zu finden erfordert Geduld. Zum Glück gibt es Hitlisten, die dem verirrten Audiowanderer Anhaltspunnkte auf digitalen Ohrenschmaus liefern. Wer schließlich fündig wird, beginnt, das Potential der neuen bunten Radiowelt zu erahnen. Annik Rubens aus München beispielsweise sendet schon seit März dieses Jahres ihre Show “Schlaflos in München”. Allabendlich setzt sich die 29-Jährige in ihrer Wohnung in Schwabing mit Kater “Tiger” vor das Mikrofon und berichtet drei Minuten aus ihrem Leben. “Ich wollte schon immer eine eigene Kolumne machen”, sagt die freie Journalistin. “Hier habe ich die Chance”. Wenn Rubens über den kulinarischen Wert von Cocktailkirschen oder ihr Faible für Feuerwehrmänner plaudert, ist das vollkommen harmlos, aber überaus charmant. Täglich etwa 6000 Hörer hat “Schlaflos in München” inzwischen.

FreundinManche Journalisten kommen allein, andere bringen gleich Visagistin und Fotograf mit. So zum Beispiel Kristina Junker von der Freundin. Ich muss gestehen, ich gefalle mir mit roten Bäckchen gar nicht, und zum geduldigen Fotomodell tauge ich auch nicht. Tiger allerdings schon, er positionierte sich von alleine immer genau so, dass Fotograf Kay Blaschke ihn auf dem Bild mit drauf hatte. Ein echter Medienkater eben!

PlayboyWitzig war es, dem Playboy ein Interview zu geben. Viele meiner alten Schulfreunde haben sich seither “geopfert”, und sich das Blättchen am Kiosk gekauft, natürlich nur um das Interview zu lesen und mich danach anzurufen. Die Kollegen vom Playboy jedenfalls waren super. Dass die Überschrift ein wenig anzüglich klingt war brav abgesprochen – und ein bißchen Spaß muss ja sein. Zitat aus dem Artikel von Michael Görmann: “Ist Annik Rubens eine Rolle, oder geben Sie Einblick in Ihr richtiges Leben? Ich spiele keine Rolle, aber Annik ist nur ein kleiner Teil von mir. Annik Rubens gibt es drei Minuten am Tag, Larissa die restlichen 23 Stunden und 57 Minuten. Annik ist fröhlicher, Larissa grübelt mehr.”

SZ

Im Panorama der Süddeutschen Zeitung erschien ebenfalls ein großer Artikel. Autor Steffen Kraft hatte mich auf der Verleihung des Podcast Awards angesprochen und mich später besucht, um bei einer Aufzeichnung von SiM dabei zu sein. Prompt habe ich ihn zurückinterviewt, zu hören in den alten Folgen von SiM. Der Artikel ist im Reportage-Stil gehalten, ähnlich einer Chronik. Neues gibt es darin nicht zu erfahren.

Focus Bei der max-Creative Class 2005 von Hubert Burda in Hamburg habe ich Journalist Uwe Wolff kennen gelernt, der mich ebenfalls später in München besuchte, um einen Artikel über SiM für den Focus zu schreiben. Der Artikel lag ewig, bis er veröffentlicht wurde, so ist das eben oft im Redaktionsalltag. Nicht sehr nett im Text: “Die Seichtigkeit des Seins kommt aus einer kleinen Altbauwohnung in München-Schwabing”. Tja, manchmal gehen Wortspiele eben vor. Verstehe ich. Oder: “Larissa Vassilian ist das Starlet der jungen Volkssenderszene”. Geärgert hat mich allerdings eigentlich nur, dass er aus uralten Foreneinträgen zitiert hat, anstatt was aus unserem Gespräch zu verwenden, und mich zur studierten Kulturhistorikerin gemacht hat – denn das wurde mittlerweile brav von vielen anderen Kollegen abgeschrieben… Also nochmal offiziell: Ich bin Amerikanistin. Mit Kultur hat das wenig am Hut, wie ich mir immer wieder anhören muss. ;-)

Handelsblatt

Oft bekommt ich gar nicht mit, wenn irgendwo ein Artikel über mich erscheint. Denn in den meisten Fällen sprechen die Autoren nicht mit mir, sondern recherchieren über das Internet oder andere bereits erschienene Artikel. So war ich umso überraschter, als mein Audible-Chef Arik Meyer eines Morgens mit diesem riesigen Artikel aus Handelsblatt Weekend vor meiner Nase herumwedelte. Eine ganze Seite über SiM und Podcasting von Martin Tofern, gar nicht schlecht recherchiert und geschrieben und schön zum Schmökern für Leute, die noch nie von Podcasting gehört haben. Und was für ein nettes Foto mit SiM auf dem Display! Wessen Hintern das wohl war?

MacUpDas coolste Layout hat wohl ohne Zweifel die MacUp hinbekommen. Eigentlich keine Überraschung, Mac und Design gehören einfach zusammen. Chefredakteur Matthias J. Lange hat mich kurz besucht und Fotos gemacht und Fragen gestellt. Daraus wurde dann dieses Prinzessinnen-Artikelchen, mein Kopf umschwärmt von Sternchen. Schön! Heute würde sich Matthias noch mehr freuen, da ich nicht mehr am PC oder uralten iBook, sondern am Macbook produziere.

Auch die Online-Medien berichten natürlich gerne über die Phänomene Podcasting und Blogging. Spiegel online schrieb im November 2006 über mich: Auch die umtriebige und vermutlich berühmteste deutsche Bloggerin, Annik Rubens, bekannt geworden mit ihrem Weblog “Schlaflos in München” und mit einem Podcasting-Handbuch im O’Reilly-Verlag, produziert gegenwärtig neben einem Podcast für Ikea ebenso für den Bayerischen Rundfunk. Dort werden “jede Woche die besten, kuriosesten und skurrilsten Podcasts” vorgestellt.

Am allermeisten gefreut habe ich mich allerdings über einen ganz anderen Artikel, und zwar über den von Buzzmachine-Ikone Jeff Jarvis. Der Superblogger hat im The Guardian über mich geschrieben, und mir auf seinem Blog ein wunderbares Kompliment gemacht, über das ich sehr geschmunzelt habe: “As soon as I found Schlaflos, I was smitten. Rubens, as I’ve said before, does the oxymoronically impossible: She makes German sound sexy. But as I’ve listened to both her ‘casts over time, I’ve also realized that her voice — more broadly, her personality — is what makes her the ideal podcaster. You see, she’s friendly and appealing and funny and real, unlike radio and TV “professionals,” who’ve been made fake on a scale from stiff to overbearing to obnoxious.”

Radiokollegen fast aller öffentlich-rechtlichen Sender haben mich bisher auch schon besucht, und ich muss sagen, sie waren mit Abstand die besten Journalisten, die mir begegnet sind, am besten vorbereitet, die beste Interviewtechnik – ich war beeindruckt. Das ist natürlich keine Verallgemeinerung, nur in der Häufung auffällig.

Das Fernsehen war auch ein paar Mal da, obwohl ich sagen muss, dass mir das immer ein wenig unangenehm ist. Da steht man im Mittelpunkt, muss ständig die gleiche “Szene” immer und immer wieder nachstellen und dabei spontan wirken… Aber die Teams waren meist sehr nett, herausragend waren die drei Tage mit dem Team von “Die Aufbrecher”, ebenso herausragend ist das Ergebnis geworden, das auf ZDFinfo mehrmals lief und jetzt auch verlinkt wurde. Danke, Jungs!

Tja, mittlerweile bin ich zu faul geworden, den Überblick zu behalten. Immer mal wieder erscheinen Artikel von mehr oder weniger begeisterten und enthusiastischen Journalisten. Zuletzt der sehr gelungene im Donaukurier, danke Tom! Sehr schön auch der Beitrag im Online-Angebot der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 18. Juni 2009. Wenn Ihr selbst Presseanfragen habt, einfach kurze Mail an mich!

  • Digg
  • del.icio.us
  • Reddit
  • Technorati
  • Facebook
  • MisterWong.DE
  • email
  • LinkedIn
  • MySpace
  • Tumblr
  • Netvibes
  • NewsVine
  • FriendFeed
  • Identi.ca
  • Twitter