Ein Monat Wii

Einen guten Monat habe ich sie jetzt schon, meine geliebte Wii. Klein und weiß steht sie neben dem alten Fernseher und leuchtet mich immer schön blau an, wenn ich sie einschalte. Zwei Spiele habe ich bislang ausprobiert: Die üblichen Wii Sports und Mario Kart Wii. Und ich kann sagen: Macht Laune!
Zunächst mal zu Wii Sports, das ja mit dabei ist. Hier kann man erst mal sein Fitness-Alter bestimmen lassen, indem man verschiedene Übungen absolviert. Dieses Alter wird dann gespeichert, so dass man seinen Trainingsfortschritt sehen kann. Fünf Übungsbereiche gibt es: Tennis, Golf, Boxen, Bowling und Baseball. Tennis macht richtig Spaß, man kann gegen den Computer spielen oder gegen andere Spieler im Raum, und die Steuerung durch die Wii-Remote, die man wie einen Schläger in der Hand hält, ist intuitiv und spassig. Golf finde ich wie im richtigen Leben öde, Boxen ist mir zu anstrengend und gewalttätig, Bowling ist auch langweilig und Baseball macht Spaß, ohne die Regeln zu verstehen. Neben dem normalen Spiel gibt es zu jeder Sportart unterschiedliche Trainingsübungen, die man gut auch alleine machen kann.
Schade, dass es nicht mehr Sportarten wie Tennis gibt, wo was los ist! Da muss man dann doch zu Mario Kart greifen. Das gute alte Rennspiel ist auf der Wii besonders lustig durch das Wii-Wheel, ein kleines weißes Plastiklenkrad, in das man die Remote einklemmen kann. So lenkt man kabellos, und ich finde das funktioniert einwandfrei, auch wenn alte Daddler das oft schon kritisiert haben.
Acht Cups gibt es, jeweils zu vier Strecken. Also 32 Strecken. Man kann sich verschiedene Fahrer und Fahrzeuge aussuchen, wählen zwischen Bikes und Karts. Je länger und besser man spielt, desto mehr Strecken schaltet man frei und desto mehr Fahrer und Fahrzeuge erhält man dazu. Das höchste der Gefühle ist es, wenn man die 32 Strecken am Ende spiegelverkehrt fahren darf. Dann hört es aber auf. Ich fände es genial, wenn ich mir jetzt noch Strecken dazukaufen könnte, zum Beispiel Mario Kart Cities - da düst man dann durch Paris, London, Tokio. Oder Mario Kart Zoo oder Mario Kart Formel 1 oder was auch immer. So ist die Abwechslung relativ schnell dahin.
Natürlich kann man sich verkünsteln und beispielsweise im Zeitfahren versuchen, die Entwickler zu schlagen. So schaltet man die so genannten Expertgeister frei. Aber bringt’s das, immer auf die Zehntelsekunde zu fahren? Ich finde es in der Gruppe viel lustiger. Übrigens, kleiner Tipp: Falls Euch die Melodien auch irgendwann auf die Nerven gehen und Ihr eher hektisch werdet durch das ständige Gepiepse: Stöpsel ins Ohr und Podcasts hören. Finde ich sehr meditativ. Und man hat nicht das Gefühl, Zeit verschwendet zu haben.
Nett an der Wii ist auch der Internetzugang, obwohl ich ihn kaum benutze. Hier kann man alte Spiele dazukaufen, oder online gegen Freunde oder Fremde spielen. Finde ich ganz witzig, die Idee, dass ich gerade gegen Franco aus Italien, Jose aus Spanien und Bill aus USA antrete. Sonst ändert sich aber wenig.
Insgesamt: Ich finde das Design sehr gelungen (applig), die Spieloptik sehr verspielt und kindlich (schön bunt und rund), die Bedienung durch die Remote geradezu revolutionär und die Spiele nett. Ich merke aber, dass die Wii schnell an ihre Grenzen stößt, und man dann dringend Nachschub braucht. Ich werde mir wohl noch The Legend of Zelda: Twilight Princess und Rayman Raving Rabbids zulegen und sehen, was die Wii sonst noch so hergibt. Kleine Warnung noch: Ich hatte mir das Spiel Mini Desktop Racing gekauft, das wohl der größte Schrott ist, den es für die Wii gibt. Also werde ich von nun an darauf achten, was Bewertungsportale dazu sagen.












Ich mache seit 2005 diesen Podcast hier, und ich liebe es nach wie vor. Eigentlich bin ich Journalistin. Mehr zu mir gibt es 





