Country-Jazz?

Und nochmal Kulturzelt Kassel: Nach Joy Denalane und Bajofondo Tango Club war nun der kühle Norden dran. Silje Nergaard, die norwegische Jazzsängerin, sorgte für ein ausverkauftes Zelt. Begeistert war ich nicht. Zum einen hat mich das Country-Gejaule der Steel-Guitar genervt, zum anderen sprang irgendwie kein Funke über. Siljes Stimme mochte ich noch nie so wirklich, sie hat mir zu wenig Tiefe. Aber alles in allem war mir das Konzert diesmal dann einfach zu viel Pop-Country-Folk-Gedudel und zu wenig Jazz. Irgendwie nichtssagend. Das einzige, was eine gewisse Note reinbrachte, war Pianist Helge Lien, der eigentliche Star des Abends. Eines muss ich Silje aber zugute halten: Nach 70 Minuten sang sie ein Schlaflied in ihrer norwegischen Muttersprache, und da hab ich das erste und einzige Mal was gespürt. Da hätte das Konzert erst anfangen sollen… Naja, vielleicht kommt einfach nichts an das Bajofondo-Erlebnis ran, das kann gut sein!
Wer sich selbst ein Bild machen möchte, im September und Oktober kommt Frau Nergaard nochmal nach Deutschland, unter anderem auch nach München.

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