Archiv der Kategorie "Buchtipp"
1. September 2010 | Kategorie Buchtipp | Kommentar schreiben

“Erinnerungen eines Journalisten” ist dieses Buch untertitelt. Und ich habe es gern gelesen. Lojewski ist mir als ZDF-Mann in (guter) Erinnerung – dass er vorher lange Zeit so wichtig für die ARD war, war mir gar nicht bewusst. Seine Geschichte beginnt allerdings in wirren Kriegszeiten, er beschreibt die Flucht seiner Familie, die Entwurzelung, die Entfremdung vom Vater. Später geht es in Richtung Schule und Beruf, Lojewski war beim Militär, später bekleidete er die Traumjobs der Medienbranche als Außenkorrespondent. Die Erinnerungen wirken auf mich sehr ehrlich – Lojewski stellt sich nicht immer im besten Licht dar, sondern ist auch bereit, Fehler oder übertriebenes Verhalten rückblickend einzugestehen. Das zeugt von Größe. In vielen seiner Aussagen finde ich mich wieder, und das Schmunzeln kommt auch nicht zu kurz. Eine schöne Geschichte eines interessanten Journalistenlebens, gleichzeitig ein Geschichtsbuch voller politischer und historischer Fakten.
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"Erinnerungen eines Journalisten" ist dieses Buch untertitelt. Und ich habe es gern gelesen. Lojewski ist mir als ZDF-Mann in (guter) Erinnerung - dass er vorher lange Zeit so wichtig für die ARD war, war mir gar nicht bewusst. Seine Geschichte beginnt allerdings in wirren Kriegszeiten, er beschreibt die Flucht seiner Familie, die Entwurzelung, die Entfremdung vom Vater. Später geht es in Richtung Schule und Beruf, Lojewski war beim Militär, später bekleidete er die Traumjobs der Medienbranche als Außenkorrespondent. Die Erinnerungen wirken auf mich sehr ehrlich - Lojewski stellt sich nicht immer im besten Licht dar, sondern ist auch bereit, Fehler oder übertriebenes Verhalten rückblickend einzugestehen. Das zeugt von Größe. In vielen seiner Aussagen finde ich mich wieder, und das Schmunzeln kommt auch nicht zu kurz. Eine schöne Geschichte eines interessanten Journalistenlebens, gleichzeitig ein Geschichtsbuch voller politischer und historischer Fakten.
25. August 2010 | Kategorie Buchtipp | Kommentar schreiben

Also den Titel finde ich ja schonmal witzig. Und er hat mich neugierig gemacht, zugegeben. Ebenso der Untertitel: “33 Frauen berichten über skurrile Eigenheiten, seltsame Ticks und unliebsame Überraschungen”. Beim Reinschmökern wurde mir dann aber klar: Da hab ich schon viel bessere Geschichten von Freundinnen gehört… Gut, da wird ein bibelfester Typ beschrieben, der am Liebsten eine Jungfrau hätte, dann ein knausriger Geizkragen, dann ein Muttersöhnchen. Hat mich nicht vom Hocker gehauen, denn eines ist klar: Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst und wer Freundinnen hat, der kennt diese und ähnliche Geschichten zuhauf. Mir erschließt sich also nicht ganz die Käuferschaft: Sollen es denn etwa eher Männer lesen, damit sie wissen, was wir Frauen total “freakig” finden? Keine Ahnung. Mein persönliches Fazit also: Gute Idee, nette Ausführung, aber nichts, was ich weiterverschenken würde… Übrigens steckt dahinter eine ganze Reihe von “33-Geschichten”-Büchern, über Seitensprünge und Frauen und überhaupt…
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Also den Titel finde ich ja schonmal witzig. Und er hat mich neugierig gemacht, zugegeben. Ebenso der Untertitel: "33 Frauen berichten über skurrile Eigenheiten, seltsame Ticks und unliebsame Überraschungen". Beim Reinschmökern wurde mir dann aber klar: Da hab ich schon viel bessere Geschichten von Freundinnen gehört... Gut, da wird ein bibelfester Typ beschrieben, der am Liebsten eine Jungfrau hätte, dann ein knausriger Geizkragen, dann ein Muttersöhnchen. Hat mich nicht vom Hocker gehauen, denn eines ist klar: Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst und wer Freundinnen hat, der kennt diese und ähnliche Geschichten zuhauf. Mir erschließt sich also nicht ganz die Käuferschaft: Sollen es denn etwa eher Männer lesen, damit sie wissen, was wir Frauen total "freakig" finden? Keine Ahnung. Mein persönliches Fazit also: Gute Idee, nette Ausführung, aber nichts, was ich weiterverschenken würde... Übrigens steckt dahinter eine ganze Reihe von "33-Geschichten"-Büchern, über Seitensprünge und
22. August 2010 | Kategorie Buchtipp | Kommentar schreiben

Mein Hörer Lev Raphael hat dieses Buch geschrieben und mir ein Exemplar zukommen lassen. Es geht um seine eigene Geschichte: Seine Eltern waren Juden und entkamen den Nazis nur knapp – sie flohen in die USA und begannen dort ein neues Leben. Lev wollte verständlicherweise nie wieder was von Deutschland oder den Deutschen hören oder erfahren. Doch dann kam alles anders. In diesem Buch schildert er zunächst die Geschichte seiner Verwandten, um am Schluss dann zu dem Teil zu kommen, den ich am spannendsten finde: Er kommt auf Lesereise nach Deutschland und schildert seine Eindrücke. Er verliebt sich – ausgerechnet in die Stadt München, die einst Hitlers Quartier war. Ein sehr ehrliches, rührendes Buch – wobei ich mir gewünscht hätte, dass der letzte Teil viel länger ist als der erste. Denn er ist wirklich etwas Besonderes, was ich in dieser Art noch nicht gelesen habe.
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Mein Hörer Lev Raphael hat dieses Buch geschrieben und mir ein Exemplar zukommen lassen. Es geht um seine eigene Geschichte: Seine Eltern waren Juden und entkamen den Nazis nur knapp - sie flohen in die USA und begannen dort ein neues Leben. Lev wollte verständlicherweise nie wieder was von Deutschland oder den Deutschen hören oder erfahren. Doch dann kam alles anders. In diesem Buch schildert er zunächst die Geschichte seiner Verwandten, um am Schluss dann zu dem Teil zu kommen, den ich am spannendsten finde: Er kommt auf Lesereise nach Deutschland und schildert seine Eindrücke. Er verliebt sich - ausgerechnet in die Stadt München, die einst Hitlers Quartier war. Ein sehr ehrliches, rührendes Buch - wobei ich mir gewünscht hätte, dass der letzte Teil viel länger ist als der erste. Denn er ist wirklich etwas Besonderes, was ich in dieser Art noch nicht gelesen habe.
20. August 2010 | Kategorie Buchtipp | Kommentar schreiben

Für meinen Podcast “Tonspur Forschung” habe ich kürzlich Mechthild Schäfer interviewt, sie ist Psychologin und forscht an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Gerade ist ihr Buch auf den Markt gekommen, das sie gemeinsam mit der Journalistin Gabriela Herpell geschrieben hat. Der Titel: “Du Opfer! Wenn Kinder Kinder fertig machen”. Die Autorinnen schätzen, dass 500.000 Kinder in Deutschland betroffen sind – eine unglaubliche Zahl. Was ich herausragend fand war die Tatsache, dass sich das Buch sehr einfach und schnell liest, im Stil eines amerikanischen Sachbuches. Es werden die Geschichten von Katharina und Maximilian geschildert, wahre Fälle von Schülern, die gemobbt wurden und die ganz unterschiedlich damit klarkamen. Zwischen diesen Erfahrungskapiteln liegen erklärende Kapitel, die sich näher mit dem Thema auseinandersetzen. Beantwortet wird letztlich auch die wichtige Frage nach dem Warum und dem “Wer wird eigentlich Opfer?” – und natürlich auch die Frage, wer was dagegen tun kann. Wirklich lesenswert – wenn ich auch hoffe, dass niemand hier gerade akut in dieser Situation steckt und es deswegen liest… Mechthild Schäfer war übrigens auch kürzlich bei meinen “Idolen” von SWR1 Leute, hier zu hören:
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Für meinen Podcast "Tonspur Forschung" habe ich kürzlich Mechthild Schäfer interviewt, sie ist Psychologin und forscht an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Gerade ist ihr Buch auf den Markt gekommen, das sie gemeinsam mit der Journalistin Gabriela Herpell geschrieben hat. Der Titel: "Du Opfer! Wenn Kinder Kinder fertig machen". Die Autorinnen schätzen, dass 500.000 Kinder in Deutschland betroffen sind - eine unglaubliche Zahl. Was ich herausragend fand war die Tatsache, dass sich das Buch sehr einfach und schnell liest, im Stil eines amerikanischen Sachbuches. Es werden die Geschichten von Katharina und Maximilian geschildert, wahre Fälle von Schülern, die gemobbt wurden und die ganz unterschiedlich damit klarkamen. Zwischen diesen Erfahrungskapiteln liegen erklärende Kapitel, die sich näher mit dem Thema auseinandersetzen. Beantwortet wird letztlich auch die wichtige Frage nach dem Warum und dem "Wer wird eigentlich Opfer?" - und natürlich auch die Frage, wer was dagegen tun kann. Wir
17. August 2010 | Kategorie Buchtipp | Eine Reaktion
Auf die Idee muss man erstmal kommen: Ein Buch über Plüschtiere zu schreiben! Volker Flöckelt hatte diese Idee, und als nächstes hatte er die Idee, mir eines seiner Bücher zu schicken. Der Untertitel lautet “Was Kuscheltiere fühlen, denken, brauchen”, und in diesem Werk wird beispielsweise die Frage geklärt, welches Stofftier mit in den Urlaub darf und was die Tierchen fühlen, wenn sie in die Waschmaschine müssen… 188 Seiten konnte der Autor mit diesem Thema füllen, was mir ein “Bravo” entlockt. Mir wäre nichtmal die Hälfte dazu eingefallen. Aufgelockert wird das Büchlein mit vielen Fotos und “Servicekästen”, es liest sich also sehr schnell und nett. Auf jeden Fall ein gutes Geschenk für alle Menschen, die Stofftiere haben, lieben und/oder sammeln.
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Auf die Idee muss man erstmal kommen: Ein Buch über Plüschtiere zu schreiben! Volker Flöckelt hatte diese Idee, und als nächstes hatte er die Idee, mir eines seiner Bücher zu schicken. Der Untertitel lautet "Was Kuscheltiere fühlen, denken, brauchen", und in diesem Werk wird beispielsweise die Frage geklärt, welches Stofftier mit in den Urlaub darf und was die Tierchen fühlen, wenn sie in die Waschmaschine müssen... 188 Seiten konnte der Autor mit diesem Thema füllen, was mir ein "Bravo" entlockt. Mir wäre nichtmal die Hälfte dazu eingefallen. Aufgelockert wird das Büchlein mit vielen Fotos und "Servicekästen", es liest sich also sehr schnell und nett. Auf jeden Fall ein gutes Geschenk für alle Menschen, die Stofftiere haben, lieben und/oder sammeln.