SiM #406
Kurz eine Hongkong-Nachlese: Zum einen gibt es kleine Glücksfiguren aus 999-Gold – ich habe einen Drachen, die meisten kaufen jetzt aber Schweine, da ab 18. Februar das Jahr des Schweines beginnt. Fotos der Goldfiguren gibt es im Netz viele, beispielsweise hier und hier. Interessant auch: Die Frauen tragen seit Generationen Jade-Armreifen, die nicht nur Schmuck sind, sondern sie auch beschützen sollen.
Ich gebe mein Geld anstatt für Schmuck allerdings lieber für Süßkram aus, und zwar bei Aji Ichiban. Besonders faszinierend: Der Rückflug über den 2500 Kilometer langen Himalaya. Eines der jüngsten Gebirge der Erde, zugleich aber auch das größte. Und ich stellte mir über den Wolken die Frage: Wie schnell ist eigentlich der Sonnenuntergang – in Kilometern pro Stunde gemessen? Wenn Ihr ein wenig Chinesisch lernen wollt, geht das online ganz gut mit diesem Wörterbuch und Sprachkurs. Im Forum tut sich einiges, unter anderem wird hier über das iPhone diskutiert. Dazu müsst Ihr den Unger-Report hören, eine satirische Kolumne die auf NPR läuft und natürlich als Podcast erhältlich ist.
Mein Buchtipp: The Tipping Point von Malcolm Gladwell. Das Buch ist 7 Jahre alt, aber dennoch hat mich dieses Buch so fasziniert, dass ich es Euch vorstellen möchte. Was haben Handies, die Syphilis, die Sesamstraße und die Kriminalitätsrate in New York gemeinsam? Sie haben sich wie Epidemien verbreitet. Und genau darum geht es in diesem spannenden Buch. Malcolm Gladwell ist Journalist und hat zwei Bestseller geschrieben, neben dem Tipping Point (gibt es als Buch auf Englisch und auf Deutsch, ebenso auch als Hörbuch bei Audible in Englisch) auch Blink! (ebenfalls als Buch auf Englisch und auf Deutsch, und bei Audible als Hörbuch in Deutsch).
Mein Mann der Woche wurde inspiriert von den derzeitigen Geschichten um das Dreigestirn Huber, Stoiber, Beckstein. Ich bin nämlich für die Wiedereinführung der Monarchie, denn da gäbe es Franz von Bayern. Ein bescheidener, wohltätiger, freundlicher älterer Herr, der vier Sprachen beherrscht, Prinz von allem möglichen ist (ich blick da nicht durch) und (noch) keine verrückten Schlösser gebaut hat - weder in Bayern noch in Berlin…
Mein Filmtipp: Babel! Für sieben Statuen nominiert, unter anderem als bester Film, in Cannes hat er bereits abgeräumt, ebenso bei den Golden Globes. Es geht um vier Episoden, die miteinander verknüpft sind. Mit Cate Blanchett und Brad Pitt, vor allem aber mit fantastischen Laiendarstellern. Bedrückend, faszinierend und ernüchternd. Finger weg dagegen von Die Hochzeits-Crasher. Lohnt nicht.
Noch ein paar Surftipps für das Wochenende: Torsten hat mir das Video von Ahree Lee empfohlen, Ihr könnt aber auch gerne ein Phantombild erstellen oder Eure F-Tasten auf dem Windows-Rechner mit Harald Schmidt-Sprüchen belegen. Das Beste aber: Bei YouTube gibt es die neue Rubrik von US-Latetalker David Letterman, in der große Reden der amerikanischen Präsidenten aneinander gereiht werden. Ihr könnt Euch schon denken, wohin das führt…
Hier könnt Ihr die Folge direkt hören oder runterladen:
Tja, sieben Stunden Zeitunterschied, da stauen sich über Nacht schon einige Mails an. Also schaue ich heute Morgen rein, und was sehe ich? Aufgeregte Mails von meinen Hörern Thomas, Frank, David und Michael. Offenbar hat es da auf der viel besuchten Online-Site von der Tagesschau eine Überschrift gegeben, die meine lieben Hörer an irgendwas erinnert hat… An was nur? Tja… Der Grund war auch schnell klar, wenn auch kein schöner. Aber gut, so ist das eben in Bayern, da kommt man um manche Herren nicht herum. Ich habe meinen Koffer hier in Hong Kong übrigens schon gepackt, die letzten Fotos hochgeladen und freue mich auf den Rückflug in einem Jumbo morgen früh!
Diesmal ein Schlaflos in Hong Kong, der Sonderverwaltungszone an der Südküste von China. Ich bin seit einer Woche in Kowloon, der Halbinsel. Außer von
Zu essen gibt es alles mögliche, von McDonald’s bis traditionell chinesischen Wan-Tans. Steak und Sushi, Pizza und Dim Sum. Meistens sehr lecker – manchmal sehr fremd. So hängen wie man sich das vorstellt ganze Enten gebraten herum, und bei Straßenrestaurants zappelt das Seafood noch sehr lebendig - und ohne Wasser. Damit komme ich nicht klar, das mag Tradition sein aber für mich ist es pure Quälerei. Könnte ich nie essen. Sehr sympathisch finde ich dagegen, dass die Hong Kong Chinesen Süßschnäbel sind und Bäckereien lieben. Da sind wir uns einig und die Kulturunterschiede sind plötzlich ganz, ganz klein.
Noch ein paar Beobachtungen aus dem Straßenbild von Hong Kong zum Schluss: Müllfrauen, keine Kinder und Hunde, Rempeleien, unbehaarte Männerbeine und das Land des Nicht-Lächelns. Meine Reisetipps: Die
So, lange nichts von mir hören lassen - aber es gibt auch so viel zu tun und zu sehen hier! Und leider auch so viel einzukaufen… Mein Aufnahmeequipment habe ich mit dabei, und auch wenn die Qualität leider nicht ausreicht, um von hier aus die SWR-Aufträge zu erledigen, würde ich trotzdem gerne ein SiM aus Hong Kong für Euch machen, als Nummer 405. Was haltet Ihr davon? Am Samstag hätte ich jedenfalls Zeit dafür. Dann könnte ich Euch erzählen, wie es ist, hier einen Rock zu kaufen. Hier Sushi zu essen. Hier zu frühstücken. Hier Schiffchen zu fahren. Hier Bus zu fahren. Hier Süßigkeiten zu kaufen. Hier durch die Straßen zu laufen. Hier andere Touris zu sehen. Und so weiter, und so fort. Leider ist es ein bißchen kühl geworden - ungefähr ähnlich wie in Deutschland. Also hab ich meine T-Shirts erstmal wieder eingemottet. Schade. Hatte so ein schönes Frühlingsgefühl hier, als ich in der Sonne gefrühstückt habe. Neue Fotos sind übrigens online auf Flickr. Und besonders schön ist es, hier im Hotel zu sein und eine Reportage über den fiktiven “Super-Hurricane” zu sehen, der bestimmt jede Sekunde hier sein wird. Brrrr. Bis bald!
Gut, genau genommen ist es schon Tag 2. Gestern kam ich hier am Nachmittag an, und außer Sushi essen war nicht mehr viel. Aber heute dann das ganze Paket: Rüber auf Hong Kong Island, vorher noch die Avenue of Stars entlang. Da haben doch tatsächlich Stars ihre Hände in flüssigem Beton abgedrückt, so was außergewöhnliches! Außer Jet Li und Chow Yun Fat kannte ich aber keinen. Tja. Drüben dann eine Mega-Shoppingmall. Was hab ich bislang gelernt? Ganz einfach: Abends sieht es hier aus wie in Blade Runner durch die ganze Neon-Reklame. Man sollte sich eine aufladbare Oktopus-Karte kaufen, mit der kann man Busfahren, Star Ferry fahren und in vielen Läden einkaufen. Und eine Prepaid-Karte fürs Handy, dann kostet das Telefonieren nach Deutschland nur gaaaanz wenig. Und dass “Zahlen, bitte” falsch ausgesprochen “Ich möchte Eier verkaufen” heißt. Glück hab ich mit dem Wetter, heute Sonnenschein und knapp 20 Grad, was für eine Münchnerin heißt Sonnenbrille raus, T-Shirt an, für eine Hongkong-Chinesin aber bedeutet: Pelzmantel oder Daunenjacke angezogen… Lust auf Fotos (obwohl alles zu hell und zu hoch zum Fotografieren)? 

